Über: Gelebtesholz - Tom Thiel

Damit dieser Prozess funktioniert, dürfen die "fertigen" Arbeiten aber nicht das Erscheinungsbild klassisch-autonomer Kunstwerke haben, denn die werden beim Auftreten von Alterungsspuren in der Regel zum Restaurator getragen, der solche Spuren wieder beseitigt. Es entstehen in der Konsequenz trotz des künstlerischen Konzepts Gebrauchsgegenstände, die mit möglichst einfachen handwerklichen Mitteln bearbeitet werden. Um deren Gebrauch zu ermöglichen, muss ich bei der  Arbeit, die im übrigen wie bei  Skulpturen erfolgt, einigen Aspekten des Industrial Design Rechnung zollen.

Ausgangsmaterial sind Hölzer, die schon vorher in einem Gebrauchszusammenhang gestanden haben, und die ich auf der Straße oder beim Abriss von Gebäuden finde. Die entstehenden Gegenstände müssen dabei attraktiv genug werden, so dass sie auch mit Lust benutzt werden können. Deshalb beseitige ich einen Teil der "störenden" Patina, wie etwa Verschmutzungen, hervorstehende Nägel, Splitter usw., lasse aber möglichst viel von der gealterten Oberfläche bestehen. Hinzugefügt werden Leim und meine eigenen Bearbeitungsspuren. Die meisten Arbeiten sind metallfrei. Oberflächen werden von mir nicht behandelt, so dass Gebrauchsspuren vom Material angenommen werden und bald eine eigene Patina bilden.

Webseite: www.gelebtesholz.de

Bestellungen bitte per Email oder verbunden mit einem Besuch im Atelier: (Wendenstrasse 329, D-20537 Hamburg).